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Behandlung von akuter lymphoblastischer Leukämie

Die akute lymphoblastische Leukämie, oder kurz ALL, ist die häufigste Art von Blutkrebs bei Kindern und Jugendlichen. Die Erkrankung entsteht im Knochenmark, wo die normale Blutbildung durch eine unkontrollierte Vermehrung von unreifen Blutzellen gestört wird. Diese unreifen Zellen, Leukämiezellen genannt, verdrängen die gesunden Blutzellen, wodurch diese ihre lebenswichtigen Funktionen nicht mehr wahrnehmen können. Ohne Therapie führt eine ALL zu schwerer Erkrankung und Organstörungen mit tödlichem Verlauf.

Mit der derzeitigen Standardbehandlung kann bereits ein Grossteil der ALL Patient/-innen erfolgreich behandelt werden. Bei 15-20% kommt die Leukämie jedoch trotz erfolgreicher Erstbehandlung wieder zurück, wodurch sich die Prognose verschlechtert und eine weitere Therapie notwendig ist. Es gibt verschiedene Arten von Rückfällen, die sich in der Prognose unterscheiden. Hochrisikopatient/-innen sind Kinder und Jugendliche, die einen besonders aggressiven Rückfall mit sehr schlechter Prognose haben. Hier setzt die internationale Studie IntReALL HR 2010 an.

Das Hauptziel dieser Studie ist es, die Behandlung so zu optimieren, die Heilungschancen der betroffenen Kinder zu erhöhen und Therapie-bedingte Spätfolgen zu verringern. Dies soll mit verschiedenen Ansätzen erreicht werden, wie zum Beispiel durch angepasste Medikamentendosis, Einsatz neuer Medikamente, dem individuellen Risiko angepasste zusätzliche Therapien oder geänderte Therapiezeiträume.

Verantwortlich für die Durchführung der Studie in der Schweiz ist die Schweizerische Pädiatrische Onkologie Gruppe SPOG, Bern.

Die Studie hat eine Laufzeit von 2 Jahren (2019-2020).